{"id":608,"date":"2012-03-17T15:29:31","date_gmt":"2012-03-17T14:29:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/?p=608"},"modified":"2012-03-17T15:29:31","modified_gmt":"2012-03-17T14:29:31","slug":"india-teil-4-bombay-hampi-goa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/2012\/03\/17\/india-teil-4-bombay-hampi-goa\/","title":{"rendered":"India Teil 4 \u2013 Bombay, Hampi, Goa"},"content":{"rendered":"<p>Die aufgehende Sonne weckt mich z\u00e4rtlich mit ihren w\u00e4rmenden Strahlen in meiner kleinen Koje, w\u00e4hrend der Bus sanft \u00fcber die Einfallsstra\u00dfen nach Bombay (auch Mumbai) rollt. Die Stra\u00dfen sind ges\u00e4umt mit Werkst\u00e4tten, Wellblechh\u00fctten, kleinen L\u00e4den und Restaurants und die Menschen bereits erwachten Menschen machen sich fertig f\u00fcr den Tag. Je tiefer wir in die Stadt vordringen, desto mehr wird die Ambivalenz zwischen reicher Metropole und armem Moloch sichtbar. Bestimmten eben noch Wellblechh\u00fctten das Stra\u00dfenbild, so k\u00f6nnen es 100m weiter bereits T\u00fcrme aus Stahl und Glas sein, wohnten eben noch ganze Familien \u00c4rmsten der Armen unter Planen, kaum gesch\u00fctzt vor Sonne und Regen, auf dem blanken Fu\u00dfweg, ist es nur ein kurzes St\u00fcckchen weiter ein penibel gepflegter Golfcourt, wo sich die Reichsten der Reichen verlustieren. Und in den Adern der Stadt flie\u00dft stockend ihr Blut, der scheinbar unendliche Strom aus Autos, Bussen, Zweir\u00e4dern und allerlei Gef\u00e4hrt, das gezogen und geschoben wird.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die im Bus mitfahrenden Inder verlassen diesen in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden, wenn es gerade genehm ist und auch fast in Sichtweite unseres Hotels h\u00e4lt der Bus, um die letzte noch im Bus verbliebene Inderin aussteigen zu lassen, was mich veranlasst, dem Busfahrer und seinem Assistenten mitzuteilen, dass wir den Bus nun auch verlassen w\u00fcrden. Ein kurzes und knappes \u201eNein\u201c ist die Antwort und schon setzen wir unsere Fahrt fort. Meine Anmerkungen, dass wir in direkter N\u00e4he unsere Hotels w\u00e4ren und alle Inder auch aussteigen w\u00fcrden, wo es ihnen beliebt werden ignoriert und meine Frage, wo wir denn halten w\u00fcrden wird mit einem \u201eGleich, gleich..\u201c beantwortet. Das \u201eGleich\u201c befindet sich ca. 20 km und ungef\u00e4hr 1h weiter am anderen Ende der Stadt, so dass wir gezwungen sind, uns ein Taxi f\u00fcr 800 Rps. zu nehmen, was mit uns die Strecke wieder zur\u00fcckf\u00e4hrt, was bei der Verkehrsdichte und praller Sonne nach einer Nacht im Bus ein wahrer Hochgenuss ist. Doch zumindest ist unser Taxifahrer eine unterhaltsame Bereicherung und wir erreichen schlie\u00dflich das Milan International Hotel, welches die Gelegenheit einer erfrischenden Dusche bietet. Obwohl mir bewusst war, dass sich das Hotel in der N\u00e4he des Airports befindet, war mir nicht klar wie nah. Dies wird mir bewusst, als ein Flugzeug das Hotel \u00fcberfliegt und ich ob der Ger\u00e4uschkulisse instinktiv den n\u00e4chsten Luftschutzbunker aufsuchen m\u00f6chte. Die Abst\u00e4nde zwischen den Flugzeugen werden durchfahrenden Z\u00fcgen gef\u00fcllt, denn wie ein Blick aus dem Fenster des Zimmers zeigt, befinden sich die Gleise in nur 20 m Entfernung. Und das alles gibt es f\u00fcr nur 1.300 Rps die Nacht. Ein wahrer Gl\u00fccksgriff.<\/p>\n<p>Die beiden Sophies bekommen am Nachmittag Verst\u00e4rkung in Form ihrer Freundin Tully, die aus Thailand einfliegt und f\u00fcr einige Wochen mit in Indien bleiben wird. Aber auch ich bekomme Besuch, der sich mit H\u00f6chstgeschwindigkeit in der Business Class der Lufthansa dem Flughafen von Bombay n\u00e4hert. Mein Freund Ande hat sich n\u00e4mlich bereit erkl\u00e4rt, Weihnachten und Silvester mit mir in Indien zu verbringen. Aber bis zu seiner Ankunft sind es noch ein paar Stunden, die wir nutzen, um uns zu st\u00e4rken, Bustickets f\u00fcr die Weiterfahrt nach Hampi zu organisieren und den ersten Supermarkt seit China zu besuchen, in dem es scheinbar alles im \u00dcberfluss gibt.<\/p>\n<p>Standesgem\u00e4\u00df empfange ich Ande am Flughafen, den man nur betreten darf, wenn man im Besitz einen g\u00fcltigen Tickets ist und so wird die Stunde des Wartens zum Kampf mit den r\u00fccksichtsvollen und zuvorkommenden Indern die sich vor der Arrival hall dr\u00e4ngen und anscheinend immer gerne dort stehen wollen, wo ich bereits stehe. Schlie\u00dflich ist es soweit und meine bleicher, schnauzb\u00e4rtiger, zwischen den kleinw\u00fcchsigen Indern aufragender Freund schlendert \u2013 gut erholt und wohl gen\u00e4hrt nach dem 8-st\u00fcndigen Flug im verstellbaren Sessel mit erlesenen Speisen und Getr\u00e4nken und pers\u00f6nlicher Anrede \u2013 aus dem klimatisierten Flughafengeb\u00e4ude heraus in die dr\u00fcckende warm-feuchte Nacht in Bombay. Nach einer kurzen, aber deswegen nicht weniger herzlichen Begr\u00fc\u00dfungszeremonie geht es standesgem\u00e4\u00df per Autorickshaw zur\u00fcck zum Hotel, wo uns nach einem Mitternachtsimbiss mit perfekter Untermalung durch \u00fcberfliegende Flugzeuge und vorbeifahrende Z\u00fcge die Augen zufallen.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Morgen beginnt so wie der letzte Tag geendet hat, mit dem leichten Beben des Hotels, als ein vollbesetzter Zug\u00a0 daran vorbeif\u00e4hrt und die Insassen durch unser Panoramafenster in unsere verschlafenen Gesichter schauen. Leider ist Ande schon voll bekleidet, als es wie verabredet an unsere T\u00fcr klopft und zu seiner \u00dcberraschung drei junge attraktive Damen davor stehen, die erst mal rigoros abweist, nein dies Zimmer sei schon belegt, sie m\u00fcssten sich geirrt haben. Haben sie aber nicht und so machen wir uns nach einer kurzen Vorstellungsrunde auf zum Fr\u00fchst\u00fcck, was in einen indischen Brunch ausartet, da erstens alle hungrig und mit gutem Appetit ausgestattet sind und zweitens eine Menge indischer Gerichte probiert werden m\u00f6chten. Ja wer kennt sie nicht, Paneer Butter Masala (K\u00e4se in einer dicken w\u00fcrzigen tomatigen Sauce), Chana Masala (Kichererbsen in Curry) und auch immer wieder gerne bestellt &#8211; Dhal makhani (Linsencurry mit Tomatennote und einem Hauch zerlassener Butter), wahlweise mit Reis, Chapati (auch Roti genannt, hauchd\u00fcnnes Fladenbrot), oder Naan (dickeres Fladenbrot aus dem Tandoori-Ofen, gibt es mit Knoblauch, K\u00e4se, Chili, Zwiebeln u.v.m.). Aber auch Masala Dosa, ein eher s\u00fcdindisches Gericht (riesiger Reispfannkuchen mit Kartoffelcurry gef\u00fcllt) darf nicht fehlen auf dem mittlerweile \u00fcbervollen Tisch und die Kellner bringen noch mehr&#8230;. Kugelrund und gut gelaunt kann es nun mit dem \u00d6PNV durch die Stadt gehen. Als Ziel haben wir uns das Gateway of India ausgesucht. Dies ist ein aus Stein errichtetes Tor direkt \u00a0am Meer gelegen, neben dem Taj-Hotel, welches vor noch gar nicht so langer Zeit Ziel extremistischer Angriffe wurde (man erinnert sich hier an die Schie\u00dfereien in Bombay) und im Erdgeschoss Niederlassungen der Marken Armani, Gucci, Dior und Yves Saint Laurent beherbergt, aus welchen vermutlich 99% aller Inder mit Knutenschl\u00e4gen vertrieben w\u00fcrden, sollten sie es wagen dort aufzutauchen. Das Gateway selbst ist in K\u00fcrze bestaunt und bewundert und so schlendern wir noch ein wenig durch die benachbarten Stra\u00dfen und Gassen und atmen den Duft Bombays, bevor wir im gnadenlos \u00fcberf\u00fcllten Zug &#8211; welcher interkulturelle Erfahrungen ganz besonderer Art in sich birgt, wenn sich links und rechts vom Gesicht geschwitzte Achselh\u00f6hlen darbieten und M\u00e4nnerpos an meinen Scho\u00df pressen &#8211; ins Hotel zur\u00fcck kehren und uns reisefertig machen, denn es geht heute ja noch weiter nach Hampi. Ganz normal ist der Bus nat\u00fcrlich nicht zur vereinbarten Zeit am vereinbarten Ort und mit nur einer Stunde Versp\u00e4tung d\u00fcrfen wir auf den mit M\u00fche und Not noch \u00fcberteuert ergatterten letzten Pl\u00e4tzen in der hintersten Reihe Platz nehmen. Die Alternative w\u00e4re gewesen 2-3 Tage sp\u00e4ter zu fahren und ist somit obsolet. Damit wir auch nicht gleich einschlafen und uns gut unterhalten f\u00fchlen, werden auf den im Bus installierten LCD-Bildschirmen Bollywood-Kom\u00f6dien gezeigt, die von derartiger G\u00fcte sind, dass sie ein konstantes Stirnrunzeln anstelle eines Lachens auf mein Gesicht zaubern. Aber schlie\u00dflich fallen auch mir die Augen zu und ich habe eine weitere wundervolle Nacht, mit erholsamen Schlaf in einem unterk\u00fchlten Bus auf l\u00f6chrigen Strassen hinter mir.<\/p>\n<p>Nach der ca. 12-st\u00fcndigen Fahrt sind wir aber noch lange nicht am Ziel, nein am Stadtrand von Hubli werden wir aus dem Bus geworfen, wo sich bereits Rickshawfahrer eingefunden haben, die uns wie junge ambitionierte Finanzberater ihre \u00fcberteuerten Dienste aufschwatzen wollen. Fakt ist, wir brauchen Rickshaws, zwei an der Zahl, um uns alle samt Gep\u00e4ck zur Busstation zu transportieren, aber Fakt ist auch, dass der verlangte Preis ca. 300% des Normalpreises entspricht und so wird kurz verhandelt bis man sich bei 200% geeinigt hat und schon geht es los im luftigen Gef\u00e4hrt durch das morgendliche Hubli. Am Busbahnhof angekommen verr\u00e4t man uns, dass auf von Hubli keine direkte Verbindung nach Hampi best\u00fcnde, man m\u00fcsse mit dem Bus bis nach Hospet fahren und von dort weiter nach Hampi. Bis nach Hospet seien es aber nur 150km und der Bus w\u00fcrde gleich kommen, wir sollen nur warten. Das tun wir und aus gleich wir eine knappe Stunde und aus den 150km werden 4 Stunden auf einer Stra\u00dfe, die sich mitunter noch im Bau befindet. Aber auch diese beschwerliche Etappe legen wir erfolgreich zur\u00fcck, fahren die letzten Kilometer von Hospet nach Hampi per Rickshaw, wo wir einen ersten Eindruck der beeindruckenden Landschaft mit ihren abstrakten Felsformationen und eindrucksvollen Tempeln bekommen, bevor wir in unser Guesthouse gelangen, welches aus einfachen, aber sauberen Bungalows, sogar inklusive intakter Moskitonetze besteht und am Rande Hampis gelegen ist. Zu unserer Freude hat es auch ein \u00fcberdachtes Rondell mit Kissen und Tischchen und sogar Musik, welches zum Entspannen und Abh\u00e4ngen einl\u00e4dt.<\/p>\n<p>Damit uns der Kramp wie mit den Bustickets nach Hampi nicht noch mal auf dem weg nach Goa passiert, f\u00fchrt uns unser erster Weg in die Reiseagentur und gl\u00fccklich wie wir sind, bekommen wir die letzten f\u00fcnf Pl\u00e4tze im Bus. Yes! Nun steht unserem gemeinsamen Abendessen nichts mehr im Weg und da Heiligabend ist, lassen wir uns auch nicht lumpen und gehen ins beste Haus am Platze, wo ein Essen auch schon mal drei bis vier Euro kosten kann. Da Hampi ein spiritueller Ort ist, sind Fleischprodukte und Drogen (darunter fallen auch Alkoholika) dort offiziell nicht erlaubt und zu erwerben. Vermutlich deswegen muss ich auf das in unserer Familie traditionelle Essen zu Heiligabend \u2013 Kartoffelsalat mit W\u00fcrstchen \u2013 verzichten und stattdessen gibt es Hummus (Kichererbsenmus) und Pizza. Klingt nicht gerade weihnachtlich, aber mitten in Indien ist mir nicht wirklich weihnachtlich zu Mute, auch wenn die Inder bunte Lichter und \u201eHappy Christmas\u201c-Schilder aufgeh\u00e4ngt haben. Das weihnachtlichste am ganzen Abend ist der Anruf zu Hause, wo sich meine Familie versammelt hat und \u00fcber die \u201eWeihnachts\u00fcberraschung\u201c freut.<\/p>\n<p>Die Weihnachtsfeiertage verbringen wir ganz unspektakul\u00e4r und schauen uns ausgiebig die Tempelanlagen Hampis an, genie\u00dfen die Landschaft, das gute Essen und versuchen nicht ins Schwitzen zu kommen, was bei den vorherrschenden Temperaturen gar nicht mal so leicht ist. Am Abend des 26.12. besteigen wir wieder mal einen Bus, diesmal nach Goa und irgendwie bin ich gar nicht \u00fcberrascht, als uns kein Schlafbus, sondern eine Kurzstreckenversion abholt und uns der Fahrer mitteilt, unser Bus sei kaputt, aber wir w\u00fcrden jetzt nach Hubli gebracht, wo der richtige Bus auf uns warten w\u00fcrde, was er auch tats\u00e4chlich tut. Beim Einsteigen treffen wir auf Jon und Raiph, zwei wunderbare Briten, deren Koje direkt neben der unsrigen ist und die sich auch sogleich mit einer Flasche Jack Daniels vorstellen, was wesentlich zur Qualit\u00e4t des Schlafes auf den indischen Stra\u00dfen beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Damit auch jeder mitbekommt, wo wir \u00fcberall halten und wer dort aussteigt, schreit der Assistent des Busfahrers die Namen der Orte durch den Bus, als w\u00fcrde er sich jemandem am anderen Ufer des Bosporus mitteilen wollen und um sicherzugehen, dass auch alle wach werden, wiederholt er dies so lange, ihn auch der Letzte mit schlaftrunkenem und fragendem Blick anschaut. Gegen 6.30 Uhr ruft er schlie\u00dflich unseren Halt auf und wir fallen noch im Halbschlaf aus dem Bus und direkt in die Arme der Heerscharen von Taxi- und Rickshawfahrern, die wir gekonnt abwimmeln und uns zun\u00e4chst mit frischem Bargeld versorgen, denn in Hampi gibt es keine Geldautomaten. Wieso sollten an einem Ort, der haupts\u00e4chlich von Touristen frequentiert wird auch Geldautomaten platziert sein.<\/p>\n<p>Nunmehr in der Lage den Taxifahrer f\u00fcr seine Dienste auch zu entlohnen, besteigen wir ein Gef\u00e4hrt und fahren nach Candolim, denn von dort ist das Sunburn-Festival, welches wir die n\u00e4chsten drei Tage besuchen wollen fu\u00dfl\u00e4ufig zu erreichen. Wovor uns s\u00e4mtliche Reisef\u00fchrer bereits gewarnt haben und was uns der Taxifahrer nun best\u00e4tigt, ist die Tatsache, dass Goa und auch insbesondere Candolim zwischen Weihnachten und Silvester gnadenlos \u00fcberlaufen ist und zwar mehrheitlich mit britischen und russischen Pauschaltouristen und deswegen freie Unterk\u00fcnfte erstens knapp und zweitens gnadenlos \u00fcberteuert sind. Die Zimmer, die wir in den Hotels angeboten bekommen, sollen 2500 Rupees (ca. 40\u20ac) kosten, allerdings nicht f\u00fcr drei Tage f\u00fcr alle, sondern pro Nacht und pro Person. Mit all unserem Charme und seiner Verhandlungskunst, die Ande in die Waagschale wirft, landen wir\u00a0 schlie\u00dflich bei 2000 Rps., was immer noch viel zu viel ist und so gibt es erst mal einen Kaffee mit frischen Backwaren in der Deutschen B\u00e4ckerei, gleich um die Ecke, die von Tibetern betrieben wird, was die Frage aufwirft, ob es dann nun eine indische B\u00e4ckerei ist, weil sie in Indien ist, oder eine tibetische, weil Tibeter sie betreiben. Vermutlich standen diese vor dem gleichen Problem und sowohl dieses ge\u00f6st, als auch einen Marketingcoup gelandet, als sie sich f\u00fcr die Deutsche entschieden haben. Gerade als sich bei uns Frustration und Ratlosigkeit breit zu machen droht, denn die in der Zwischenzeit get\u00e4tigten Anrufe bei verschiedensten Gerbergen f\u00fchren zu nichts, kommt Tully strahlend von der Toilette zur\u00fcck geh\u00fcpft. Nicht dass der Toilettengang so \u00fcberragend und wundersch\u00f6n gewesen w\u00e4re, aber sie h\u00e4tte mit der Besitzerin des an die B\u00e4ckerei angeschlossenen Gasthauses gesprochen und diese h\u00e4tte einen gro\u00dfen Raum, was einige Matratzen auf dem Boden erfordern w\u00fcrde, sogar mit zwei \u201eBadezimmern\u201c und Terasse f\u00fcr uns alle f\u00fcr l\u00e4ppische 1000 Rupees (17\u20ac) pro Tag. Diese Nachricht l\u00f6st Freude aus und in Rekordzeit sind die Kaffeetassen geleert, die Zimt-Rosinen-Schnecke verzehrt und die Rucks\u00e4cke in unserem neuen Domizil verstaut. Darauf gibt\u2019s erst mal ein Bier, denn schlie\u00dflich ist es mittlerweile auch schon kurz nach 9 Uhr.<\/p>\n<p>Das Sunburn-Festival birgt einige \u00dcberraschungen in sich. Es wird zwar angepriesen \u201eon the beach\u201c, befindet sich dann aber komplett umz\u00e4unt ca. 500m vom Wasser entfernt und ist nur mit viel Phantasie \u201eon the beach\u201c, aber immerhin unter Palmen. Des Weiteren hat es \u00d6ffnungszeiten. Von 14-22 Uhr darf dort ausgelassen gefeiert werden. Das widerspricht nun meiner Vorstellung eines mehrt\u00e4gigen Festivals, wo ich entscheiden kann m\u00f6chte, wann ich feiern gehe und wann Ruhezeit ist. Aber nicht so in Indien und da wir am ersten Tag \u201eerst\u201c um 18 Uhr vor Ort sind, bleibt uns nicht mehr viel Zeit. Die Getr\u00e4nkepreise auf dem Gel\u00e4nde, auf dem eigene Getr\u00e4nke nicht gestattet sind, bewegen sich dagegen fast auf europ\u00e4ischem Niveau, was erkl\u00e4rt, warum sich keine Schlangen an den Bars bilden. Dies ist allerdings nicht der alleinige Grund, wie mir Ande nach einem kurzen Besuch am Ausschank mitteilt, denn der Alkohol sei auch noch gar nicht da. Das ist Indien! Ein riesiges Festival f\u00fcr zehntausende Besucher, welches seit Monaten geplant und seit Stunden in Gange ist und der Alkohol ist noch nicht da. Am\u00fcsant, aber tangiert mich nicht wirklich, da ich w\u00e4hrend der letzten Wochen nur wenig trank und dies auch beibehalte. Aber irgendwann ist auch dieses \u201eProblem\u201c gel\u00f6st und bevor wir uns versehen ist es 22 Uhr und die Security entfernt alle Besucher vom Gel\u00e4nde in atemberaubender Geschwindigkeit.<\/p>\n<p>Nach anf\u00e4nglicher Ratlosigkeit, was denn nun zu tun sei und niemand bereit ist die horrenden Preise f\u00fcr die minderwertigen Aftershowparties zu bezahlen, machen wir uns auf den Weg zum Strand , um nach Hause zu laufen, aber da dieser gepflastert ist mit Bars und Restaurants und f\u00fcr jeden Musikgeschmack etwas zu bieten hat, ben\u00f6tigen wir mehrere Stunden f\u00fcr unseren Heimweg.<\/p>\n<p>Das Sunburn-Festival ist auch am folgenden Tag Hauptprogrammpunkt. Dieses Mal sind wir etwas fr\u00fcher da, treffen all unsere Freunde, die uns am Vortag kennengelernt haben und feiern wiederum ausgelassen. Gl\u00fccklicherweise treffen wir diesmal Rasu aus Bombay, der mit seiner gesamten Clique vor Ort ist und f\u00fcr uns die Anschlussaktivit\u00e4ten organisiert. Kurzerhand werden wir in ein Taxi gesteckt und ins benachbarte Anjuna verfrachtet, wo sich der UV-Club direkt am felsigen Strand befindet, vor dessen Eingang sich die Partymeute dr\u00e4ngt. Doch Rasu hat nicht vor sich der zahlendenden Menge anzuschlie\u00dfen und so finden wir uns nur wenige Minuten sp\u00e4ter, nachdem wir \u00fcber 1-2 Mauern geh\u00fcpft sind und uns etwas durch das Dunkel geschlichen haben, was im UV-Club keine gro\u00dfe Kunst ist, da dort \u2013 wie der Name schon sagt \u2013 nur UV-Licht vorhanden ist, mitten auf der Tanzfl\u00e4che wieder und werden mit ca. 180 bpm Darkpsy beschallt. Ich h\u00e4tte es dort auch eine Weile ausgehalten, aber als ich die leicht schr\u00e4gen K\u00f6pfe und hochgezogenen Augenbrauen meiner Begleiter sehe, ist mir klar, dass wir den Club wohl in k\u00fcrzester Zeit wieder verlassen werden. Halb so wild, es war ein am\u00fcsanter Ausflug.<\/p>\n<p>Nach kurzer Feilscherei geht es per Taxi zur\u00fcck nach Calangute Beach und gerade als Freund Ande aus dem Taxi steigt, setzt ein neben uns geparktes Auto zur\u00fcck und quetscht ihn so zwischen sich und dem Taxi. Bereits nach mehrmaligen lauten (Schmerzens)Schreien registriert der hochaufmerksame Fahrer dies und erl\u00f6st Ande, indem er wieder etwas vorf\u00e4hrt. Bravo! Gottseidank ist Ande nichts passiert, ein kleiner Kratzer. Doch was viel schlimmer ist, unser Taxi hat nun eine Delle und das veranlasst den Fahrer den offensichtlich total neben sich stehenden und berauschten Schadensverursacher mit f\u00fcr uns unverst\u00e4ndlichen w\u00fcsten Beschimpfungen und Hasstiraden zu \u00fcberziehen und ihm auch ab und an einen kleinen Denkansto\u00df mit der flachen Hand zu verpassen. Felsenfest davon \u00fcberzeugt, dass ja nun gleich die Polizei kommen w\u00fcrde und wir dann als Zeugen zur Verf\u00fcgung stehen m\u00fcssten, warten wir an am Ort des Geschehens, doch nichts passiert. Es kommt keine Polizei und auch sonst niemand interessiert sich f\u00fcr uns, so dass wir uns per pedes auf den Heimweg machen.<\/p>\n<p>Von Calangute Beach kann es ja nicht weit bis zu uns sein und als wir den Strand erreichen fangen wir an nach links zu laufen, was sich als fataler Fehler herausstellt, als wir 45 Minuten sp\u00e4ter die benachbarte Ortschaft samt Partymeile erreichen. Aber so schlimm ist der Fehler gar nicht, denn immerhin kommen wir so in den Genuss, inmitten einer indischen Partycrowd zu feiern, die komischerweise aber \u2013 wieder einmal \u2013 zu 98% aus m\u00e4nnlichen Vertretern unserer Spezies besteht und die sukzessive tanzend Sophie umringen, bis wir sie kaum noch sehen k\u00f6nnen, was dazu f\u00fchrt, dass wir uns dann doch lieber entfernen. Mit einem noch etwas eigenartigen Gef\u00fchl im Bauch schlendern wir die \u201ePromenade\u201c entlang, die einen gewissen mallorquinischen Charakter hat. Offene Bars und Diskotheken aus denen laute Mainstreammusik schallt, unz\u00e4hlige stark Betrunkene tanzen und taumeln auf den Stra\u00dfen, den Pf\u00fctzen aus Erbrochenem mehr oder weniger ausweichend. Also nehmen wir doch wieder ein Taxi, diesmal aber direkt zu uns, um etwaige Navigationsfehler von vornherein zu eliminieren, wo uns Tully und Sohpie2 mit drei minderj\u00e4hrig wirkenden Briten erwarten, die sich vor allem durch das Tragen hautenger Leggins und gewickelter Stoffstreifen um den Kopf auszeichnen. Genau das was man sich w\u00fcnscht, wenn man im Morgengrauen nach Hause kommt. So sind wir eben nicht sieben, sondern zehn Leute in unserem Zimmer.<\/p>\n<p>Als ich aufwache sind die Jungs noch da. Wie ich erfahre, sind es drei Br\u00fcder, Anfang 20, eigentlich im Familienurlaub in S\u00fcdindien, wollten aber zum Festival und so haben ihre Eltern sie in ein Taxi f\u00fcr die knapp 1000 km gesteckt und mit Bargeld ausgestattet. Ein Zimmer haben sie nicht, sie \u201ewohnen am Strand\u201c \u2013\u00a0 was offensichtlich nicht stimmt, denn sie wohnen ja bei uns und machen auch keine Anstalten abzuhauen\u2013 und so bieten wir ihnen als eine erfrischende Dusche an, was erheblich zur Verbesserung der Luftqualit\u00e4t in unserem Domizil beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Um unsere Budget etwas zu schonen, haben wir uns f\u00fcr den letzten Tag des Festivals \u00fcberlegt, reichlich g\u00fcnstigen Alkohol im Vorfeld zu erwerben und zu konsumieren. Ein altbewehrte Taktik. So machen wir uns bereits leicht angeheitert und mit reichlich \u201eVerpflegung\u201c auf den Weg zum Festivalgel\u00e4nde. Da ich mich die letzten Tage vornehm zur\u00fcckhielt, habe ich beschlossen \u201ees heut mal so richtig krachen zu lassen\u201c. Es endet anders als erwartet. Um es kurz zu machen, nach 30 Minuten Aufenthalt muss ich das Gel\u00e4nde verlassen, ben\u00f6tige trotz Betreuung durch Ande ca. 2,5 Stunden f\u00fcr den R\u00fcckweg und liege gegen 22 Uhr mit vollkommen entleertem Magen wieder im Bett. Welch ein gelungener Partyabend.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag verlassen uns Jon und Raiph nach einem kurzen herzlichen Abschied, um sich eine passende Location f\u00fcr Silvester zu suchen und wir lassen den Tag mit Pizza und einigen Filmen ausklingen.<\/p>\n<p>Die letzten Tage, oder besser gesagt N\u00e4chte vergingen im Flug und wir haben den 31.12., umgangssprachlich auch Silvester genannt. Ande und ich haben uns \u00fcberlegt, dass wir auch noch eine andere Location aufsuchen k\u00f6nnten, was jedoch am Verkehrsaufkommen scheitert, welches eindeutig zu gro\u00df ist f\u00fcr die Stra\u00dfen Goas und daf\u00fcr sorgt, dass wir f\u00fcr 500m ca. 20 Minuten im Taxi brauchen. Neben den schon vor Ort befindlichen Touristen, fallen nun auch Unmengen indischer Junggesellen in Autos, Jeeps und Bussen aus den umliegenden Bundesstaaten, wie die Kennzeichen verraten, in denen Alkoholkonsum in der Regel verboten und halbnackte westliche Frauen nicht vorhanden sind in Goa ein. Eine halbe Stunde nach unserem Aufbrechen, stehen wir wieder bei unseren M\u00e4dels vor der T\u00fcr. Zum Abendessen sto\u00dfen noch unsere drei iranischen Freunde zu uns und wir dinieren zusammen mit einer Mischung aus indischen Gerichten und k\u00f6stlichem Seafood, bevor wir uns auf den Weg zum Strand machen. Dort angekommen m\u00fcssen wir jedoch entt\u00e4uschend feststellen, dass dort absolut gar nichts geht. Den \u00c4lteren in der Gruppe ist bewusst, dass es gerade erst kurz nach 21 Uhr ist und sich der Strand sp\u00e4ter wohl noch gen\u00fcgend f\u00fcllen wird. Doch die Youngster sind stark beunruhigt und bef\u00fcrchten die Party des Lebens zu verpassen, so dass wir nach kurzer Analyse der Verkehrsverh\u00e4ltnisse ins Taxi h\u00fcpfen und uns auf den Weg zum Club machen. Doch leider t\u00e4uschte der erste Eindruck und das Chaos auf den Stra\u00dfen war nur nicht sichtbar. Jedenfalls verbringen wir die n\u00e4chste Stunde schwitzend im Gro\u00dfraumtaxi bei Schrittgeschwindigkeit, bis wir die letzten 2km zum Club laufen, knappe 8 Euro Eintritt pro Person zahlen und dann in einem Club stehen, in dem sich ca. 40 &#8211; na wer wei\u00df es?! \u2013 m\u00e4nnliche Inder befinden und wo seltsame elektronische Musik im Stil der 90er Jahre l\u00e4uft. Die M\u00e4dels nehmen es gelassen, ich muss \u00fcber diese skurrile Situation lachen und andere sind sichtlich frustriert die H\u00e4lfte des Abends im Taxi verbracht zu haben, um dann in diesem miserablen Etablissement gelandet zu sein. Als dann f\u00fcnf vor 12 \u201eHappy Birthday\u201c durch das Mikrofon gerufen wird, sich das ganze um 23:58 Uhr noch mal wiederholt und das \u201eFeuerwerk\u201c zu 50% in der Luft und zu 50% in den umliegenden B\u00e4umen und B\u00fcschen explodiert ist es dann doch zu viel des Guten und w\u00e4hrend die eine H\u00e4lfte der Gruppe dort bleibt, f\u00e4hrt die andere H\u00e4lfte zur\u00fcck zum Strand, der sich inzwischen in eine belebte Partymeile verwandelt hat und beendet den Abend dort.<\/p>\n<p>In den ersten Tagen des neuen Jahres reisen die M\u00e4dels weiter entlang der K\u00fcste Goa\u2019s und ich ziehe mit Ande in ein ad\u00e4quates Zimmer und wir pendeln zwischen Restaurants, Strand und Hostel.<\/p>\n<p>Die Highlights sind unsere Scootertour zu den eher unsch\u00f6nen Str\u00e4nden von Anjuna und Vagator. Als wir uns an den Klippen Vagators gerade auf eine Bank setzen wollen, kommt ein Inder auf mich zu und teilt mir mit ich h\u00e4tte da Seife am Ohr. Dankend wische ich mir \u00fcber das Ohr, aber kann nichts feststellen. Nein, er meine im Ohr, er k\u00f6nne da kurz mal schauen, das macht er auch und hat schnell eine \u00fcberdurchschnittlich gro\u00dfe Menge dessen was landl\u00e4ufig als \u201eOhrenschmalz\u201c bezeichnet wird aus meinem Ohr gefischt. Das wundert mich etwas, schlie\u00dflich habe ich erst vor wenigen Tagen in Eigenregie meine Ohren gereinigt, aber anscheinend ist er da Fachmann und hat spezielles Equipment. Ich solle mich doch mal kurz auf die Bank setzen und er w\u00fcrde schauen, sei auch ganz billig, nur 100 Rupess (&lt;2\u20ac). Also warum nicht. Bei der genaueren Untersuchung teilt er mir dann jedoch mit, ich h\u00e4tte einen \u201eOhrenstein\u201c. Ohrenstein, da habe ich ja noch nie was von geh\u00f6rt, aber eventuell meint er ja einen Pfropf. Und f\u00fcr 200 Rupees w\u00fcrde er auch diesen entfernen. Was er dann aus meinem Ohr holt, ist jedoch ein kleines K\u00fcgelchen mit einer tonartigen Konsistenz und da w\u00e4re noch eins, zwei. Und auch auf der anderen Seite h\u00e4tte ich diese. Irgendwie bin ich perplex und f\u00fchle mich \u00fcberrumpelt, ist sowas wirklich in meinen Ohren und wieso wei\u00df in Europa niemand etwas davon. Aber auch bei Ande wird sein Kollege f\u00fcndig und befreit von unseren Ohrensteinen, aber ca 15 Euro \u00e4rmer verlassen wir den Ort des Geschehens, gr\u00fcndlich reingelegt und abgezockt von indischen Ohrenreinigern.<\/p>\n<p>Aber auch am Strand kann man einiges erleben. Gerade als wir vertieft in unser Schachspiel dabei sind uns einen leichten Sonnenbrand zuzuziehen, k\u00f6nnen wir ein interessantes Schauspiel der indischen Sozialkultur beobachten. Zwei sichtbar stark alkoholisierte M\u00e4nnchen indischen Ursprungs, \u201eschwimmen\u201c im kn\u00f6cheltiefen Wasser und taumeln hin und her, bis sie auf die Idee kommen sich ihrer Badebekleidung zu entledigen. Dies gef\u00e4llt dem \u00f6rtlichen Baywatchmitarbeiter jedoch gar nicht und entr\u00fcstet st\u00fcrmt er samt seiner roten Rettungsboje auf die beiden zu, um diese den Nudisten mehrfach auf den Kopf zu schlagen. Doch anscheinend scheint ihm diese Form der Z\u00fcchtigung zu milde, denn schlie\u00dflich ist die Boje nur aus Plastik und so verpr\u00fcgelt er die beiden weiter mit seinen F\u00e4usten, w\u00e4hrend diese sich bekleidend aus dem Wasser waten, aber keinen Widerstand leisten. Am Strand angekommen, schlie\u00dfen sich auch noch andere Freiwillige der Sozialisierungsma\u00dfnahme an. Eine Szenerie, die an \u00f6ffentliche Schwimmb\u00e4der in deutschen Problembezirken erinnert, nur dass hier die Rollen vertauscht sind und nicht der Bademeister verhauen wird. Den H\u00f6hepunkt stellt ein sogenannter \u201eSoccerkick\u201c des Lifeguards dar, wie man ihn sonst nur aus den regellosesten amerikanischen Varianten der in Deutschland hei\u00df diskutierten \u201each so brutalen K\u00e4figk\u00e4mpfe\u201c kennt. Nat\u00fcrlich ist es viel humaner, wenn sich zwei Schwergewichte 12 Runden \u00e1 drei Minuten gegenseitig den K\u00fcrbis zermatschen. F\u00fcr einen ordentlichen Soccerkick begibt sich das Opfer auf Knie und H\u00e4nde und streckt den Kopf etwas nach vorne, so dass der Kicker diesen wie bei einem Fu\u00dfballabsto\u00df anvisieren und mit kinetischer Energie versehen kann. Das skurrile an dem Geschehen am indischen Strand ist, dass niemand f\u00fcr die Opfer Partei ergreift und diese sich besch\u00e4mt davon schleichen.<\/p>\n<p>Da Ande mich am 4. Januar verlassen wird, plane auch ich meine Abreise aus Goa und begebe mich in eines der unz\u00e4hligen Reiseb\u00fcros, um meine Zugtickets f\u00fcr die Weiterreise nach Kerala zu erwerben. Klar und deutlich formuliere ich meinem Wunsch nach einem Fahrschein f\u00fcr einen Nachtzug, der Goa am 5.1. abends verlassen wird. Nach einem kurzen Blick in ihren Computer und einem Telefonat versichert mir die Mitarbeiterin der Agentur, das sei gar kein Problem und w\u00fcrde auch nur 1200 Rps. (ca. 20\u20ac) kosten, die ich aber sofort bezahlen m\u00fcsste, um mir den Platz zu sichern. Der Preis scheint mir etwas zu hoch, aber angesichts der Hochsaison und der \u00fcberlasteten Z\u00fcge, bin ich froh so zeitnah einen Platz bekommen zu k\u00f6nnen und willige ein. Als ich jedoch am n\u00e4chsten Tag mein Ticket abhole, ist es f\u00fcr einen ganz anderen Zug gebucht, der Goa um 4 Uhr morgens verlassen wird und der Preis auf dem Ticket betr\u00e4gt 385 Rps. Nun sei doch kein Platz mehr frei gewesen, aber man habe mir einen anderen, gleichwertigen Platz besorgt. Mal abgesehen von den unversch\u00e4mten 200% Aufschlag ist die Fahrkarte keineswegs gleichwertig, denn wer m\u00f6chte bitte nachts todm\u00fcde mit dem Taxi f\u00fcr weitere 1300 Rps nach Mapusa fahren, wenn das tags\u00fcber ausgeschlafen mit dem \u00d6PNV f\u00fcr 20 Rps. ginge. Aber da ich im voraus bezahlt habe, ist mein Reklamationsanspruch quasi nicht vorhanden. Gut was solls, eine weitere \u201eabenteuerliche und aufregende\u201c Zugfahrt steht bevor. Schweren Herzens verabschiede ich mich von Ande, organisiere ein verl\u00e4ssliches Taxi, das mich nachts abholen soll und packe meine\u00a0 Sachen. Mit deutscher P\u00fcnktlichkeit bin nicht ich vor meinem Hostel, sondern mein Freund der Taxifahrer. Aber er erkl\u00e4rt mir nach dem ich in seinen Wagen gestiegen bin auch gleich, dass er Christ ist und somit ganz anders als die Hindus und Moslems, die nun nach und nach die Mehrheit in Goa bilden und die ehemals vorherrschende christliche Gemeinschaft verdr\u00e4ngen w\u00fcrden. Nach einer erheiternden nahezu nicht enden wollenden Schimpftirade auf einen Polizisten, der ihn an einem Checkpoint kontrollieren will, aber ihn doch kennen und wissen m\u00fcsse, das er nachts Touristen zum Flughafen oder Bahnhof bringt, ist es mir verg\u00f6nnt noch ein wenig die Augen zu schlie\u00dfen, bevor ich p\u00fcnktlich um 3 Uhr morgens den Bahnhof in Mapusa erreiche, wo eine Stunde sp\u00e4ter mein Zug abfahren soll. Aber man wei\u00df ja nie und schon gar nicht in Indien und sicher ist sowieso sicher.<\/p>\n<p>Nachdem ich mich mehrmals durch die etlichen aush\u00e4ngenden Listen mit den Passagierlisten f\u00fcr die eintreffenden Z\u00fcge gelesen habe, mich aber nicht finden konnte, frage ich an der Information nach, wo man mir zwar meinen Platz best\u00e4tigt, aber im selben Atemzug auch mitteilt, dass der Zug Versp\u00e4tung habe. Circa eine Stunde. Also vertrete ich mir etwas die F\u00fc\u00dfe zwischen den \u2013 wie \u00fcblich \u2013 zahllosen auf dem blanken, oder mit einer Zeitung bedeckten Boden Schlafenden. Doch auch um 5 Uhr ist noch nichts vom Zug zu sehen, nicht um 6 Uhr, nein um 7 Uhr\u00a0 rollt er endlich in den Bahnhof ein. Leicht erm\u00fcdet \u00a0und mich auf meinen verdienten Schlaf freuend finde ich mein \u201eBett\u201c, doch was mir nicht bewusst war, aber nun schlagartig vor Augen gef\u00fchrt wird ist, dass der Zug ja gegen 7 Uhr erwacht. Das hei\u00dft ich lege mich hin und alle anderen stehen auf, fangen an zu erz\u00e4hlen, zu telefonieren und Musik zu h\u00f6ren. Aber dank meiner Sunburn-Ohrst\u00f6psel bekomme ich wenigstens zwei Stunden Schlaf, bevor ich erwache und sich meine vier indischen Abteilsmitbewohner vorstellen. Rayesh, Babu, Subashu und Kuaya, vier Kollegen, waren in Bombay und sind nun auf dem R\u00fcckweg in ihre Heimat im S\u00fcden Indiens. Nach den \u00fcblichen Fragen nach Name, Wohnort, Eltern, Geschwistern, Ehefrau und Kindern, fangen sie mit Hilfe eines Kinderheftes an, mir einige Worte Malayalam \u2013 dem in Kerala (haupts\u00e4chlich) gesprochenen Sprache &#8211; beizubringen, was zur gegenseitigen Belustigung betr\u00e4gt und die 14-st\u00fcndige Zugfahrt nach Ernakulam aka Fort Cochin verk\u00fcrzt, welches ich gegen 21.30 Uhr erreiche, mir eine Rickshaw schnappe und zu einem der in einschl\u00e4gigen Reisef\u00fchrern empfohlenen Hostels chauffieren lasse. Allerdings verwundert mich, dass sich die Preise seit dem Vorjahr, in dem der Reisef\u00fchrer erschien, verdoppelt haben, aber was passiert nicht alles in kurzer Zeit in unserer Welt \u2013 damals war Guttenberg noch Verteidigungsminister, Gaddafi ein im Westen umworbener Diktator und die FDP \u00fcber der 5% H\u00fcrde. Und so sinke ich nach einem warmen Abendmahl in das weiche wei\u00dfe Bett und falle in einen tiefen Schlaf&#8230;<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-608 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030772.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030772-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Einfahrt nach Bombay\" aria-describedby=\"gallery-1-628\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-628'>\n\t\t\t\tEinfahrt nach Bombay\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030765.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030765-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Einfahrt nach Bombay\" aria-describedby=\"gallery-1-627\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-627'>\n\t\t\t\tEinfahrt nach Bombay\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2803.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2803-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Bombay-Slum aus dem Zugfenster\" aria-describedby=\"gallery-1-610\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-610'>\n\t\t\t\tBombay-Slum aus dem Zugfenster\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030780.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030780-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Victoria Station Bombay\" aria-describedby=\"gallery-1-629\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-629'>\n\t\t\t\tVictoria Station Bombay\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2808.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2808-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Das Taj - Ziel f\u00fcr Reiche und Terroristen - Bombay\" aria-describedby=\"gallery-1-611\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-611'>\n\t\t\t\tDas Taj &#8211; Ziel f\u00fcr Reiche und Terroristen &#8211; Bombay\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2823.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2823-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Ande versucht in indischer Familie unterzutauchen\" aria-describedby=\"gallery-1-615\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-615'>\n\t\t\t\tAnde versucht in indischer Familie unterzutauchen\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2818.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2818-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Gateway of India - Bombay\" aria-describedby=\"gallery-1-614\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-614'>\n\t\t\t\tGateway of India &#8211; Bombay\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2817.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2817-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Gateway of India - Bombay\" aria-describedby=\"gallery-1-613\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-613'>\n\t\t\t\tGateway of India &#8211; Bombay\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2812.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2812-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Gateway of India - Bombay\" aria-describedby=\"gallery-1-612\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-612'>\n\t\t\t\tGateway of India &#8211; Bombay\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2843.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2843-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-617\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-617'>\n\t\t\t\tHampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2839.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2839-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Monkeypunk\" aria-describedby=\"gallery-1-616\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-616'>\n\t\t\t\tMonkeypunk\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2850.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2850-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-618\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-618'>\n\t\t\t\tHampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2856.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2856-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-619\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-619'>\n\t\t\t\tHampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2857.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2857-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-620\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-620'>\n\t\t\t\tHampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2863.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2863-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-621\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-621'>\n\t\t\t\tHampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2868.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2868-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-622\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-622'>\n\t\t\t\tHampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2878.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2878-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-623\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-623'>\n\t\t\t\tHampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2889.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2889-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Setz dich hin, nimm dir&#039;n Keks..\" aria-describedby=\"gallery-1-624\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-624'>\n\t\t\t\tSetz dich hin, nimm dir&#8217;n Keks..\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2891.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2891-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Der Checker und seine M\u00e4dels - Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-625\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-625'>\n\t\t\t\tDer Checker und seine M\u00e4dels &#8211; Hampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2907.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/DSC_2907-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Elefant in Hampi\" aria-describedby=\"gallery-1-626\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-626'>\n\t\t\t\tElefant in Hampi\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030800.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030800-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Die crowd...\" aria-describedby=\"gallery-1-631\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-631'>\n\t\t\t\tDie crowd&#8230;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030802.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030802-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Sunset befor Sunburn\" aria-describedby=\"gallery-1-632\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-632'>\n\t\t\t\tSunset befor Sunburn\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030796.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030796-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Sunburn\" aria-describedby=\"gallery-1-630\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-630'>\n\t\t\t\tSunburn\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030829.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030829-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"&quot;Strandflirt&quot;\" aria-describedby=\"gallery-1-633\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-633'>\n\t\t\t\t&#8220;Strandflirt&#8221;\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030835.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030835-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Die Schurkengallerie in Mapusa\" aria-describedby=\"gallery-1-634\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-634'>\n\t\t\t\tDie Schurkengallerie in Mapusa\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030846.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030846-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Meine indischen Freunde im Zug\" aria-describedby=\"gallery-1-635\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-635'>\n\t\t\t\tMeine indischen Freunde im Zug\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030863.jpg'><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.zimmerhaekel.com\/2011\/files\/P1030863-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"7 Jahre Knast f\u00fcr Rindfleischverzehr\" aria-describedby=\"gallery-1-636\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-636'>\n\t\t\t\t7 Jahre Knast f\u00fcr Rindfleischverzehr\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aufgehende Sonne weckt mich z\u00e4rtlich mit ihren w\u00e4rmenden Strahlen in meiner kleinen Koje, w\u00e4hrend der Bus sanft \u00fcber die Einfallsstra\u00dfen nach Bombay (auch Mumbai) rollt. 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